Energie
Einleitung
Zu den elementaren Lebensquellen einer Volkswirtschaft gehört eine hinreichende Versorgung der Haushalte und Unternehmen mit kostengünstiger Energie. Dazu werden bei der Energieerzeugung so genannte Primärenergieträger wie Kohle, Erdöl, Gas oder Wasserkraft in Endenergie umgewandelt und bilden dann als Strom oder Fernwärme einen kostbaren Rohstoff. Ist die Energieerzeugung zu teuer, so entstehen wirtschaftliche Standortnachteile, die sich kaum durch andere Faktoren ausgleichen lassen.
Energieverbrauch in der EUREGIO-Bodensee
Im Zeitraum 1995 bis 2001 ist der Verbrauch an Primärenergie in der EUREGIO-Bodensee im Durchschnitt um 8,43 % angestiegen, so dass heute im Beobachtungsgebiet total 157,0 GWh, resp. im Durchschnitt pro Kopf 44,2 MWh Primärenergie verbraucht wird. Die höchste Zunahme beim Verbrauch von Primärenergieträgern weist das Fürstentum Liechtenstein mit 14,29 % auf. Im Gegensatz dazu hat der Primärenergieverbrauch im Baden-Württembergischen Beobachtungsgebiet im gleichen Zeitfenster um lediglich 5,10 % zugenommen.
Im Jahr 2001 hat der Endenergieverbrauch in der Bodenseeregion 112,3 GWh betragen. Dabei betrug der durchschnittliche Pro-Kopf-Endenergieverbrauch 31,7 MWh. Diese Zahl ist im Zeitfenster 1995 bis 2001 im ganzen Beobachtungsgebiet im Durchschnitt um rund 4,40 % angestiegen. Die höchste Zuwachsrate weist dabei Vorarlberg mit 18,39 % auf. Im gleichen Zeitraum hat im Bayerischen-Beobachtungsgebiet der Endenergieverbrauch um 4,55 % zugenommen.
Der Nettostromverbrauch bezeichnet die vom Endverbraucher effektiv genutzte elektrische Energie. Dieser hat im Jahr 2001 für die gesamte EUREGIO-Bodensee 24,2 GWh betragen. Im Beobachtungszeitraum 1995 bis 2001 ist dabei der durchschnittliche Nettostromverbrauch um 15,01 % angestiegen. Die grösste Verbrauchszunahme weist das Bundesland Vorarlberg mit 40,0 % auf. Im Gegensatz dazu ist im Schweizer Beobachtungsgebiet der Nettostromverbrauch lediglich um 8,66 % gestiegen.
Definitionen
Primärenergieverbrauch:
Der Primärenergieverbrauch einer Volkswirtschaft bezeichnet die gesamte zugeführte Menge an Primärenergieträgern. Die Primärenergie wird aus Energieträger gewonnen, die direkt in der Natur vorkommen. Darunter fallen Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Uran sowie erneuerbare Energiequellen wie Wasserkraft.
Endenergieverbrauch:
Die Primärenergie wird zum größten Teil in Kraftwerken und Raffinerien in Endenergie, wie zum Beispiel Strom oder Fernwärme, umgewandelt. Der Endenergieverbrauch liegt immer unter dem Primärenergieverbrauch, da es bei der Umwandlung der Primärenergie zu Endenergie zu Übertragungsverlusten kommt.
Nettostromverbrauch:
Der Nettostromverbrauch bezeichnet die vom Verbraucher genutzte elektrische Energie. Dazu wird vom Endenergieverbrauch der Eigenbedarf der Kraftwerke und die Übertragungs- und Netzverluste im Stromnetz abgezogen.
Verwendete Quellen
- Amt der Vorarlberger Landesregierung (2004):
Energiebericht 2004.
- Amt für Volkswirtschaft Liechtenstein (2005):
Energiestatistik 2005.
- Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung:
Statistische Jahrbücher.
- Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (2004):
Daten zur bayerischen Energieversorgung 2002. München
- Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (2004):
Energiebilanz Bayern – Daten, Fakten, Tabellen. München
- Bundesamt für Energie (2003):
Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2002.
- Bundesamt für Energie (2003):
Schweizerische Elektrizitätsstatistik 2002.
- Internationale Bodenseekonferenz (2005):
Klimaschutzbericht. S. 19-35
- Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden Württemberg (2004):
Klimaschutzinitiative 2010. Stuttgart/Karlsruhe
- Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (2004):
diverse Veröffentlichungen im Internet.
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